Die Ausgangssituation

"In welcher Gesellschaft wollen wir eigentlich leben?" Diese Antworten bearbeiten Studenten aus Design-, Grafik- und Kommunikationshochschulen im Sommersemester 2011 mit ihren Dozenten.

Die Initiatoren des Projekts, der Art Director's Club e.V. (ADC) und CREATIVE.NRW, das Clustermanagement Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, reagieren mit ADCFieldwork auf die Herausforderungen großer gesellschaftspolitischer Fragen und suchen Antworten fernab von Wirtschaft und Politik. ADCFieldork öffnet das Feld für kreative Ideen und interdisziplinär erarbeitete Lösungsansätze - gefragt sind neue Konzepte und kreative Köpfe.

Designer sind die einzigen Menschen, die sich die Zukunft nicht nur vorstellen, sondern ihr auch eine Form verleihen können. Die Rolle des Designers ist in diesem Verständnis zunehmend flexibel. Aus ihrem klassischen Tätigkeitsfeld herausgelöst, werden Designer zukünftig verstärkt an der Lösung von sozialen, politischen und ökonomischen Problemen teilhaben und dort entscheidende Impulse geben. Sie werden immer häufiger auch mit anderen Disziplinen zusammen und in wechselnden Kooperationen zu den unterschiedlichsten Themen forschen. Der ADC und CREATIVE.NRW sind überzeugt: Die Zeit ist reif für unkonventionelles Arbeiten und neue Konzepte, die aus kreativen Prozessen geboren werden.

Die Umsetzung

Unter dem Leitmotiv „Essen.Liebe.Arbeit“ werden gesamtgesellschaftliche Problemstellungen mit hohem Handlungsdruck zu konkreten Aufgabenstellungen verdichtet. Drei Briefings skizzieren die Problemlagen. Auf dieser Basis wird nach neuen, unkonventionellen Lösungen unter sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen gesucht.

Die Briefings

Gesunde Ernährung
Gesunde Ernährung hat drei Feinde – Finanzen, Bildung, Disziplin
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Familienfreundliche Arbeitswelt
Eine familienfreundliche Gesellschaft ist nicht möglich ohne eine familienfreundliche Arbeitswelt.
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Grüne Mobilität
Die Zeitbombe Stadt: Für Mobilität, wie wir sie heute kennen, wird in den Städten der Zukunft kein Platz mehr sein.
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Die Ergebnisse

Die durch die Studenten erarbeiteten Ergebnisse unterliegen keiner formalen oder inhaltlichen Einschränkung und können vom Theoriepapier über konkrete Produkte und Dienstleistungen bis hin zu künstlerischen Arbeiten reichen. Die Ergebnisse sollten jedoch sowohl ausstellbar als auch dokumentierbar sein. Haptische Objekte werden gesondert bearbeitet.

Im Herbst 2011 werden alle eingereichten Ergebnisse im Rahmen einer großen Ausstellung in Nordrhein-Westfalen präsentiert und in einem begleitenden Buch dokumentiert. Fokus des Buches ist die Neudefinition des Designers. Eine Jury bestehend aus Paten, Sponsoren und Organisatoren kürt die drei besten Projekte, die im Anschluss weitergeführt und realisiert werden können.

Der Ablauf

ADCFIELDWORK beginnt mit dem Sommersemester 2011. (Je nach Hochschultyp von März/April - Juni/Juli 2011). Die Erarbeitung von Ergebnissen ist auf die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2011 beschränkt.
Die Ergebnisse müssen bis zum 31. Juli 2011 bei den Organisatoren eingereicht werden.

Die einzelnen Kurse sollen sich als autarke Labors begreifen. Sie sollen ihre eigene Dynamik und Qualität von Lösung entwickeln. Dazu gehört neben der Erarbeitung von Grundlagen auch die individuelle Art und Weise der Lösungsansätze: praktisch, theoretisch, alltagsnah- oder fern. Die Arbeiten müssen nicht unmittelbar realisierbar sein. Es geht um neue Wege, Denkansätze und außergewöhnliche Problemlösungen.

Ein begleitender Facebook-Channel ermöglicht es allen teilnehmenden Studenten in Deutschland, sowohl untereinander als auch mit den Organisatoren zu diskutieren. Während des gesamten Semesters stehen Ihnen die Organisatoren für Fragen zum Ablauf zur Verfügung.